Thursday Feb 03, 2022

Hans Eysenck's Theorie über die ‚Ursachen‘ und ‚Heilmittel‘ der Kriminalität: A personal reflection

Hans Eysencks Theorie der Kriminalität wurde erstmals 1964 veröffentlicht und in den folgenden 30 Jahren weiterentwickelt. Das Hauptthema seiner Arbeit ist, dass psychologische Faktoren und individuelle Unterschiede mit der Persönlichkeit zusammenhängen, nämlich Psychotizismus (P), Extraversion (E) und Neurotizismus (N), die sowohl in Bezug auf die Ursachen von Kriminalität als auch deren Kontrolle von zentraler Bedeutung sind. Im Gegensatz dazu hat sich gezeigt, dass P zwischen Straftätern und Kontrollpersonen unterscheidet und das Ausmaß und die Schwere von Straftaten vorhersagt, aber die Natur von P ist unklar und hat eine geringe Erklärungskraft. Die Beziehung zwischen diesen drei „Supermerkmalen“ und der Kriminalität ist komplexer, als seine Theorie vorhersagt. Eine weitere Einschränkung der Theorie von Eysenck besteht darin, dass die „Ursachen“ der Kriminalität, wie sie durch P, E und N bestimmt werden, sich nicht angemessen in „Heilung“ oder Prävention von Straftaten umsetzen lassen. Normal verteilte Persönlichkeitsmerkmale sind für die Vorhersage von Straftaten nur von begrenztem Wert, und der Schwerpunkt hat sich auf greifbarere und anhaltende Anzeichen/Symptome von antisozialen Persönlichkeitsmerkmalen/Störungen und Einstellungen verlagert, die einer Intervention zugänglich sind.

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