Thursday Feb 03, 2022

March on Washington for Jobs and Freedom | National Women’s History Museum

Mehr als 250.000 Menschen versammelten sich am 28. August 1963 in Washington, DC, zu einer politischen Kundgebung, die als March on Washington for Jobs and Freedom bekannt wurde. Der von einer Gruppe von Bürgerrechts- und religiösen Organisationen organisierte Marsch sollte auf die politischen und sozialen Herausforderungen aufmerksam machen, mit denen die Afroamerikaner konfrontiert waren. Der Marsch, der zu einem Schlüsselmoment im zunehmenden Kampf für die Bürgerrechte wurde, gipfelte in Martin Luther King Jr.’s „I Have a Dream“-Rede. In dieser Rede drückte er seine Hoffnung auf eine bessere Welt mit Gleichheit und Gerechtigkeit für alle aus.

Die männliche Führung der Bürgerrechtsbewegung lehnte es ab, Frauen eine Sprechrolle in dem Programm zu geben. Anna Arnold Hedgeman vom National Council of Churches war die einzige Frau im Organisationskomitee des Marsches. Sie und Dorothy Height, die Präsidentin des National Council of Negro Women, setzten sich dafür ein, dass eine weibliche Rednerin aufgenommen werden sollte. Die anderen Organisatoren schlossen einen Kompromiss, indem sie einen kurzen „Tribut an die Negerfrauen“ in das Programm aufnahmen.

Ursprünglich sollte der „Tribut an die Negerfrauen“ von einem Mann gehalten werden, aber Hedgeman drängte die Organisatoren, eine Frau sprechen zu lassen. Schließlich einigte man sich darauf, dass Myrlie Evers die Ansprache halten sollte. Am Tag des Marsches herrschte so viel Verkehr zwischen dem Flughafen und dem Marsch, dass Evers nicht zur Bühne gelangen konnte. Daisy Bates wurde gebeten, für sie einzuspringen. Sie versprach, dass afroamerikanische Frauen „sich hinknien werden; wir werden uns hinsetzen, bis wir an jeder Ecke in den Vereinigten Staaten essen können. Wir werden laufen, bis wir frei sind, bis wir zu jeder Schule gehen und unsere Kinder zu jeder Schule in den Vereinigten Staaten bringen können. Und wir werden uns hinsetzen, hinknien und notfalls auch hinlegen, bis jeder Neger in Amerika wählen darf. This we pledge…“ Bates‘ Worte verdeutlichen die Anstrengungen, an denen afroamerikanische Frauen vor Ort beteiligt waren. Obwohl sie oft von Führungsrollen ausgeschlossen waren, spielten diese Frauen eine aktive Rolle in der Bewegung.

Der Marsch zeigte Wirkung, und am 11. Juni 1963 stellte Präsident John F. Kennedy Pläne für ein umfassendes Bürgerrechtsgesetz im Kongress vor und erklärte: „Diese Nation wird trotz all ihrer Hoffnungen und ihres Stolzes nicht völlig frei sein, solange nicht alle ihre Bürger frei sind.“ Kennedy wurde am 22. November ermordet, bevor das Gesetz verabschiedet werden konnte.

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