Thursday Feb 03, 2022

Sechs Punkte, in denen sich liberale und gemäßigte Demokraten in wichtigen Fragen unterscheiden

Insgesamt 37 Prozent der Stichprobe der Chicago Council-Umfrage 2019 bezeichnen sich selbst als Anhänger der Demokratischen Partei; von diesem Anteil identifizieren sich 57 Prozent als Liberale und der Rest als gemäßigt/konservativ. Hier sind sechs Schlüsselbereiche, in denen sich liberale Demokraten von gemäßigten/konservativen Demokraten unterscheiden.

Ausländische gegnerische Atomprogramme als kritische Bedrohung

Mäßig/konservativ eingestellte Demokraten sind besorgter als liberale Demokraten über die nukleare Bedrohung durch den Iran (68% vs. 39%) und Nordkorea (69% vs. 57%). Allerdings glauben sowohl liberale (75 %) als auch gemäßigte/konservative (80 %) Demokraten, dass die Welt insgesamt gefährlicher wird.

Politische Polarisierung in den USA als kritische Bedrohung

Eine Mehrheit der liberalen Demokraten (59 %) sieht in der politischen Polarisierung eine kritische Bedrohung, aber nur 41 Prozent der gemäßigten/konservativen Demokraten sehen das genauso. Im Jahr 2018 gaben liberale Demokraten von allen Gruppen am häufigsten an, dass sie sich an Kampagnen beteiligt und Beamte wegen persönlicher oder politischer Probleme kontaktiert haben, und sie waren auch am ehesten an nationalen, wahlbezogenen und internationalen Nachrichten interessiert. Dies könnte ihre Aufmerksamkeit für die politische Polarisierung erhöht haben.

Klimawandel als kritische Bedrohung

Zum ersten Mal, seit die Frage 2008 gestellt wurde, hält eine Mehrheit (54%) der Amerikaner den Klimawandel für eine kritische Bedrohung, vor allem von Demokraten und jüngeren Befragten. Obwohl starke Mehrheiten sowohl der liberalen als auch der gemäßigten/konservativen Demokraten den Klimawandel als kritische Bedrohung einstuften, war dies bei den liberalen Demokraten (90 %) weitaus wahrscheinlicher als bei den gemäßigten/konservativen Demokraten (63 %).

Militärische vs. diplomatische Sicherheitspräferenzen

Liberale Demokraten unterscheiden sich von gemäßigten/konservativen Demokraten hinsichtlich der bevorzugten außenpolitischen Taktik. Liberale bevorzugen eher diplomatische Initiativen wie die Aufrechterhaltung von Bündnissen mit anderen Nationen (85% vs. 68% gemäßigt/konservativ), die Teilnahme an internationalen Organisationen (76% vs. 53% gemäßigt/konservativ) und die Bereitstellung von humanitärer (72% vs. 48% gemäßigt/konservativ) und wirtschaftlicher (64% vs. 41% gemäßigt/konservativ) Hilfe für andere Länder.

Gemäßigt/konservative Demokraten sind hingegen eher der Meinung, dass die Aufrechterhaltung der militärischen Überlegenheit der USA das Land sicherer macht (68% vs. 56% liberal). Darüber hinaus sind gemäßigte/konservative Demokraten, wenn auch nur in der Minderheit, eher der Meinung, dass die Aufstockung des US-Atomwaffenarsenals (38 % gegenüber 20 % der Liberalen), die Durchführung von Drohnenangriffen gegen mutmaßliche Terroristen (44 % gegenüber 37 % der Liberalen) und das militärische Eingreifen in anderen Ländern zur Lösung von Konflikten (31 % gegenüber 26 % der Liberalen) die USA sicherer machen.

Amerikanischer Exzeptionalismus

Der Glaube an den amerikanischen Exzeptionalismus hat in den letzten zehn Jahren abgenommen (57 % insgesamt gegenüber 70 % im Jahr 2012, dem ersten Jahr, in dem die Frage gestellt wurde), aber die Veränderung wurde hauptsächlich von liberalen und nicht von gemäßigten/konservativen Demokraten vorangetrieben. Nur 39 Prozent der liberalen Demokraten sagen, die USA seien das großartigste Land der Welt, während 57 Prozent der gemäßigten/konservativen Demokraten dasselbe sagen. Diese Meinungslücke hat sich seit der Wahl von Donald Trump im Jahr 2016 vergrößert.

Einwanderung

Die Einwanderung war auch in diesem Wahlzyklus ein heißes Thema, und obwohl die Demokraten im Allgemeinen für die Einwanderung sind, befürworten gemäßigte/konservative Demokraten eher als liberale Demokraten Strafmaßnahmen wie die Verhängung neuer Bußgelder für Unternehmen, die illegale Einwanderer einstellen (61 % vs. 49 % liberal), die Erhöhung der Grenzsicherheit. 49% der Liberalen), die Erhöhung der Grenzsicherheit (66% vs. 47% der Liberalen) und die Durchführung von mehr Verhaftungen und Abschiebungen (42% vs. 19% der Liberalen). Beide Gruppen sind sich jedoch einig, dass die Schaffung eines Weges zur Staatsbürgerschaft für illegale Einwanderer, die Englisch sprechen, Steuern zahlen und eine feste Anstellung haben, eine wirksame politische Lösung darstellt (89 % liberal, 86 % gemäßigt/konservativ).

Für weitere Informationen lesen Sie bitte die vollständige Umfrage.

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