Thursday Feb 03, 2022

Serenophobie

← Zurück zu: Liste der Phobien

Nicht zu verwechseln mit der Serenephobie, der Angst vor Meerjungfrauen

Serenophobie (vom lateinischen Wort sereno, was Schönwetter bedeutet) ist die Angst vor schönem Wetter. Diese Phobie wird mit der Heliophobie, der Angst vor der Sonne, in Verbindung gebracht, da Schönwetter reichlich Sonnenschein bedeutet. Menschen, die einen schmerzhaften Sonnenbrand erlitten haben oder an Hautkrebs erkrankt sind, weil sie der Sonne ausgesetzt waren, können Heliophobie und damit Serenophobie entwickeln. Andere gemeldete Auslöser für Serenophobie sind unangenehme Tageshelligkeit, schlechte Erfahrungen bei der Arbeit oder beim Spielen im Freien unter Schönwetterbedingungen und sogar Angst vor der Farbe Blau (Cyanophobie), da der Himmel bei klarem Wetter blau ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Phobien, unter denen vor allem kleine Kinder leiden, ist die Serenophobie bei Erwachsenen kaum verbreitet. Den meisten Betroffenen macht das schöne Wetter in der Nacht nichts aus, solange sie keine Angst vor dem Mond und den Sternen haben. Tagsüber wünschen sich Serenophobiker jedoch bewölktes Wetter, und es ist ihnen keineswegs egal, ob es regnet.

Serenophobiker bevorzugen in der Regel Regen als Lieblingswetter, hassen aber schönes Wetter, während viele Gewitter und/oder Schnee nicht mögen. Der Grund für die Vorliebe von Serenophobikern für das Wetter ist, dass Regen fallende Wassertropfen sind, die Menschen nass machen können und sie daher davon abhalten, sich ins Freie zu begeben, aber nicht so beängstigend und gefährlich sind wie Donner und Blitz.

Die Exposition gegenüber Schönwetter kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, darunter Zittern, Übelkeit, Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Depression, Ohnmacht und Verlust der Kontrolle. Zu den Methoden zur Behandlung von Serenophobie gehören kognitive Verhaltenstherapie, Psychotherapie und Expositionstherapie. Ein Umzug in ein bewölktes oder regnerisches Klima kann eine gewisse Linderung bringen, aber es wäre besser, die Krankheit zu behandeln und in der Gegend zu bleiben.

Wetterphobien

Aestophobie (Angst vor heißem Wetter) – Agripyrophobie (Angst vor Waldbränden) – Anemophobie (Angst vor Wind) – Antlophobie (Angst vor Überschwemmungen) – Ariditaphobie (Angst vor Dürren) – Ceraunophobie (Angst vor Donner und Blitz) – Chionophobie (Angst vor Schnee) – Chionothyellaphobie (Angst vor Schneestürmen) – Cyclonophobie (Angst vor tropischen Wirbelstürmen) – Cymophobie (Angst vor Wellen) – Frigoriphobie (Angst vor kaltem Wetter) – Grandophobie (Angst vor Hagel) – Homichlophobie (Angst vor Nebel) – Humidophobie (Angst vor Feuchtigkeit) – Nephophobie (Angst vor Wolken) – Nivisphobie (Angst vor Lawinen) – Ombrophobie (Angst vor Regen) – Pluvifrigophobie (Angst vor gefrierendem Regen) – Tempestaphobie (Angst vor Stürmen) – Serenophobie (Angst vor Schönwetter) – Turbophobie (Angst vor Tornados)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Back to Top